The Infiltrator – Immer der Nase nach

© 2016 Broad Green Pictures

Obwohl ich nach meinem Sneak-Debakel mit Sausage Party etwas abgeschreckt war, hat es mich im Anschluss doch noch einmal in den Kinosaal der Überraschungen gelockt. Und siehe da – es hat sich gelohnt! The Infiltrator thematisiert ein Ereignis aus den 80er Jahren, bei dem die zuständige US-Behörde eines der weltweit größten Drogenkartelle auseinander gerissen hat. Obwohl der Streifen inzwischen leider nicht mehr im Kino läuft, will ich also meinen Senf dazu geben..!


The Infiltrator: Musella, Bob Musella

Robert Mazur arbeitet in den 1980er Jahren für die amerikanische Drogenvollzugsbehörde und nimmt gemeinsam mit seinem Kollegen Emir Ebreu die kleinen Fische im weißen Meer hoch. Doch während die Führungselite den Drogen hinterherrennt und an längst erkalteten Tatorten nach Spuren sucht, folgt Mazur lieber dem Geldfluss.

Fünf Jahre lang agiert er zu diesem Zweck unter der gefälschten Identität des Bob Musella. Mit dem Versprechen, jede noch so große Geldsumme problemlos waschen zu können, arbeitet sich der Untercover-Agent auf diese Weise weiter in die Elite des weltweit größten Drogenkartells hoch. Zu diesem gehört auch der berühmteste Drogenbaron aller Zeiten, Pablo Escobar.

Doch das doppelte Spiel hat viele berufliche und private Risiken. Mazur bekommt die unerfahrene Agentin Kathy Ertz zur Seite gestellt, die seine attraktive Verlobte mimen soll. Und je länger sich der vermeintliche „Geschäftsmann“ Mazur in den gehobenen Kreisen des Drogenkartells befindet, desto schwerer fällt es ihm, eine professionelle Grenze zu ziehen.

Ein Insider packt aus

Da The Infiltrator auf der Autobiografie von Robert Mazur beruht und daher schon vorher verrät, dass der gute Mann seinen Undercover-Einsatz heil übersteht, bleibt die Spannung im Film omnipräsent. Wer beim Anblick von Bryan Cranston immer noch ausschließlich an Malcom Mittendrin denkt, verpasst leider einen großartigen und wandelbaren Schauspieler.

In The Infiltrator wird er der Rolle des ehrgeizigen Agents, des schmierigen Geschäftsmannes und liebenden Familienvaters mehr als gerecht. Ähnlich begeistert war ich von Benjamin Bratt („Roberto Alcaino“), der einen der Drogenbosse spielt und Mazur dadurch freundschaftlich näher kommt. Diane Kruger („Kathy Ertz“) und John Leguizamo („Emir Ebreu“) erhalten deutlich weniger Screentime, sind aber absolut sehenswert und wirklich überzeugend.


Fazit

 

Author wtfimcool
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