ES – Kommt spielen!

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Seit Wochen fieberten wir diesem Film entgegen – nun endlich haben wir ES hinter uns gebracht. An einem freundlichen Sonntag trieb es uns in die Neuverfilmung von Stephen Kings Horrorklassiker aus dem Jahr 1990. Ob sich die 27 Jahre Winterschlaf gelohnt haben und Pennywise auch im 21. Jahrhundert noch erfolgreich sein Unwesen treiben kann, erfahrt ihr jetzt. Hier. Von uns.


Wie ES begann

Es ist ein verregneter Tag im Jahre 1988, als der kleine Georgie in dem beschaulichen Örtchen Derry spurlos verschwindet. Sein großer Bruder Bill glaubt jedoch nicht daran, dass Georgie wirklich tot ist und forscht auch ein Jahr später noch auf eigene Faust weiter nach. Im Gegensatz zu seinen Eltern, seinen Freunden und all den anderen Stadtbewohnern hat er die Hoffnung nicht aufgegeben.

Die Kleinstadt Derry hingegen scheint zu resignieren, denn Georgies Verschwinden ist kein Einzelfall. Ein halbes Dutzend anderer Kinder scheint ebenfalls wie vom Erdbeben verschluckt. Als Bill und seine Freunde die örtliche Kanalisation betreten und nach Antworten suchen, nimmt der eigentliche Albtraum erst seinen Lauf: Ein seltsames Wesen in Clownsgestalt – Pennywise – versetzt die Kinder in Schrecken und schürt ihre tiefsten Ängste.

Als eines Tages ihre Freundin Beverly ebenfalls spurlos verschwindet, sehen sich Bill, Eddie und die anderen im Zugzwang. Sie müssen zusammenhalten, um sich diesem furchterregenden Monster entgegenzustellen und Beverly zu retten. Doch auch ihre Freundschaft hat Grenzen – und Pennywise wittert seine Chance.

Klassiker in neuem Gewand

Wer die Buchvorlage gelesen, den Originalfilm gesehen oder einfach nur Interesse an Horrorfilmen hat, wird die Geschichte hinter ES zur Genüge kennen. Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, war ich 14 Jahre alt. Bis heute steckt Pennywise mir als furchtbarstes Monster aller Zeiten im Kopf fest – und in diese Fußstapfen muss Bill Skarsgard erst mal schlüpfen können.

Vielleicht sollte man ES nicht als klassischen Horrorfilm betrachten. Fraglos gab es im Kino auch viel zu lachen und das scheinbar von den Machern ganz bewusst gewollt. Die Gruppendynamik zwischen den Kindern ist wunderbar dargestellt und macht Laune. So sehr, dass die Beleidigungen untereinander schon mal zum schadenfrohen Schmunzeln anstecken.

Die Neuauflage von ES hat Originalszenen nachgedreht und bleibt dem ursprünglichen Flair des Films daher treu. Auch Pennywise, der sich optisch ein wenig gewandelt hat, muss sich nicht hinter seinem Vorbild aus den 90er Jahren verstecken, sondern weiß selbst ganz gut zu beeindrucken. Bill Skarsgard zeigt hier seine mehr als soliden Schauspielkünste.

Auch der übrige Cast macht Spaß und überzeugt auf ganzer Strecke. Jaeden Lieberher als besorgter Bruder Bill; Sophia Lillis als toughe Beverly Marsh; Jack Dylan Grazer als hypchondrischer Eddie – trotz ihres jungen Alters zeigen alle Schauspieler, was in ihnen steckt und machen ES zu einem sehenswerten, unterhaltsamen und authentischen Erlebnis.

Fortsetzung folgt…

Die Geschichte, die wir in ES erleben, ist jedoch nur das erste von zwei Kapiteln, die Regisseur Andrés Muschietti plant. In der Fortsetzung, die kommendes Jahr im September erscheinen soll, wird der Fokus auf die gleichen Charaktere gelegt, allerdings in ihren Erwachsenenjahren. Wer also glaubt, der Horror hätte nach den gezeigten 135 Minuten bereits ein Ende, täuscht sich ganz gewaltig…


Fazit

Author wtfimcool
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