Katekyo Hitman Reborn! – Mafiakrieg in Unterhosen (1.Staffel)

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Nicht nur durchgeknallt, sondern auch abgeknallt: Es wird Zeit, sich mit einem Anime zu beschäftigen, der es zwar nicht bis nach Deutschland geschafft hat, aber somit auch keine unfassbar schlechte Synchronisation über sich ergehen lassen muss: Katekyo Hitman Reborn! Das Ausrufezeichen am Ende des Titel ist übrigens gewollt – und wer sich ein bisschen in die Serie reinguckt, wird verstehen, warum. ENTSCHLOSSENHEIT IST ALLES!


From Zero to Hero

Bei so einer schrägen Story weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Hauptcharakter ist Tsunayoshi Sawada oder auch Nichts-Nutz-Tsuna, denn der Teenager ist nicht nur unsportlich und tollpatschig, sondern darüber hinaus noch nicht einmal richtig beliebt. Kein einfaches Leben also, das umso mehr aus den Fugen gerät, als Tsuna eines Tages einen ominösen Brief erhält, der das Ankommen seines Privatlehrers ankündigt. Dabei handelt es sich allerdings nicht um einen Lehrer im herkömmlichen Sinne: Reborn ist eines von insgesamt sieben mächtigen Mafia-Babys (ja, Mafia-Babys) und hat die Aufgabe, den Jungen zum 10. Oberhaupt der berühmtberüchtigten Vongola-Familie auszubilden. Mit Hilfe seines Chamäleons – Leon – ist der winzige Auftragskiller dazu in der Lage, Tsunas letzten Willen zu aktivieren und ihn somit aus völlig skurrilen, aber auch gefährlichen Situationen zu retten: Leon feuert die sogenannte „Dying Will Bullet“ auf seinen Schützling ab und stattet ihn mit übermenschlichen Fähigkeiten aus – warum Tsuna sich bei dieser Verwandlung immer die Kleider vom Leib reißt und nur noch in Boxershorts kämpft… Man weiß es nicht! Obwohl der Teenager diese ganze Mafia-Sache und besonders das Mafia-Baby Reborn nicht so richtig ernst nimmt, findet er schon bald Freunde, die sich ihm und seiner „Mafia-Familie“ anschließen. Kleiner Vorgeschmack: Mit dabei sind ein Junge im Kuh-Kostüm, ein Mädchen mit Bombenkopf und der Anführer des Schülerkommitees, der eindeutig ein Problem mit anderen Menschen hat. Beste Mischung!

Hilfe – Teenager! Lohnt sich das wirklich?

Kleine Entwarnung vorweg: Obwohl Tsunas (un)geheime Liebe gegenüber einer Mitschülerin in der ersten Episode – und auch zu späteren Zeitpunkten – eine Schlüsselrolle spielt, geht diese vermeintliche Romanze im Laufe der Story grobschlächtig unter. Hier muss sich also niemand Sorgen um zu viele Hormone, Geschmalze oder ähnliches machen; und selbst wenn mal geschmachtet wird, dann auf amüsante Art und Weise. Ehrlich gesagt, finde ich Tsuna als Hauptcharakter unspektakulär – den Reiz der Serie macht eher die „Familien“-Dynamik aus, denn nach und nach gesellen sich immer mehr schräge Typen dazu, die ausnahmslos alle sehr interessant sind.

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Mein absoluter Favorit: (Heulsuse-)Lambo aus der Bovino-Familie, a.k.a. der Winzling im Kuh-Kostüm. Das vermutlich einzige Kind, das mir nicht auf den Sack geht. Er besitzt Fäkalhumor, liebt Granaten, wackelt ständig mit dem Hintern und spricht ausschließlich in der dritten Person von sich – kurz: Hätte ich ein Kind, wäre es Lambo! Außerdem besitzt er die „Ten Year Bazooka“, mit der er sich jedes Mal abschießt, wenn man ihn zum Weinen bringt – zum Vorschein kommt dann sein 10 Jahre älteres Ich, das aber erst in Staffel 2 wirklich zur Geltung kommt.

Must Have: Geduld

Der Aufbau der Serie ist gewöhnungsbedürftig und wird nicht jedem schmecken. Die Hauptstory braucht Zeit. Viiiiel Zeit. Ich würde es mit der Struktur von Ranma ½ vergleichen, denn auch dort arbeitete nicht jede Episode auf die Hauptgeschichte hin. In Katekyo Hitman Reborn! ist das ähnlich: Viele Folgen ziehen sich ewig hin, ohne dabei einen tieferen Einblick in die eigentlichen Geschehnisse zu geben. Da wird ein Abstecher ins Schwimmbad gemacht, eine Schneeballschlacht veranstaltet oder Tsuna das Schwimmen beigebracht. Das fesselt nicht immer vor den Bildschirm, aber wer sich drauf einlässt, wird garantiert seinen Spaß haben! Die eigentlichen Kämpfe hingegen – und die gibt es – beschränken sich in Staffel 1 leider größtenteils auf Auseinandersetzungen zwischen Tsuna und anderen Mitschülern. Das schmälert aber nicht unbedingt den Unterhaltungswert und ebnet den Weg für ein Staffelfinale, das sich lohnt.


Fazit

Eine Wortschmiedin mit Würfelpech, deren Herz nicht nur für Dungeons & Dragons schlägt, sondern auch für RPGs aller Art und Spaghetti Bolo. Ihr mieses Mojo holt aus jedem Würfel das Schlechteste raus - damit andere Spieler glänzen können.

Author wtfimcool
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