The Hateful 8 – Ein besonderer Genremix

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Lange mussten wir auf den neuen Tarantino Film warten. Der Meister lässt sich schließlich Zeit mit seinen Werken. Aber jetzt ist es endlich so weit, und ich konnte “The hateful 8”, den achten Tarantino Film, in meinem liebsten Kino im Original in der Roadshow Variante sehen. Was das Besondere an der Roadshow Variante ist? “The hateful 8” wurde eigentlich auf 65mm/70mm Film gedreht. Hat man das Glück die Roadshow Variante zu sehen, so sieht man den Film abgespielt von Band. Das Bild flackerte und man vermeint das Klackern des alten Projektors zu hören. Es ist ein Erlebnis, das ich nur empfehlen kann.


Film oder Theaterstück

Die Geschichte des Films ist schnell erzählt. Ein Kopfgeldjäger will seine Beute in das nächste Dorf bringen, als ein Blizzard ihn plötzlich erwischt. So treffen er und einige andere ungewöhnliche Gestalten alle in einer Hütte irgendwo im nirgendwo auf einander. Doch irgendetwas ist faul an der Sache … Was diesen Film für mich so außergewöhnlich gemacht hat, war die Erkenntnis, dass es im Grunde ein Theaterstück ist. Zu Beginn gab es eine Ouvertüre, der ganze Film ist in die üblichen fünf Akte geteilt, und fast alle Szenen finden in der Ein-Raum-Hütte statt.

Welches Genre soll das sein?

“The hateful 8” wirkt wie eine Mischung aus Western, und britischem Murder-Mystery. Jede Figur  scheint etwas zu verheimlichen. Alle haben sie ihre eigenen Motive. Und Vertrauen schenkt keiner den anderen so wirklich. Natürlich wäre “The hateful 8” kein richtiger Tarantino Film, wenn er nicht seinen ganz eigenen Stil eingebracht hätte, aber dieser Tarantino Stil ist ja gerade der Grund warum wir seine Filme lieben.

Bilder und Musik

Tarantino ist ein Perfektionist. Lange Shots von Schnee und Landschaft bekommen bei ihm etwas Ästhetisches. Seine Bildkompositionen wirken ungewöhnlich durchdacht. “The hateful 8” ist einfach schön anzusehen. Untermalt wird das Ganze zum einen durch speziell ausgewählte Songs, die wir schon lange vergessen hatte, und einem genialen Score. Mit Ennio Morricone hat Tarantino ein Institut des Film Soundtracks für sich gewinnen können, und das hört man auch.

Spoiler?!

Nun, genug affektiertes Gelabber, einige von euch haben mit Sicherheit noch ein paar Fragen. Keine Sorge, zur Geschichte werde ich nichts sagen. Aber wie sieht es bei “The hateful 8” mit der Brutalität aus? Spielt Tarantino mit, wie in jedem seiner Filme? Müsst ihr das wirklich noch fragen? Der Film ist schließlich ab 18, und Tarantino schafft es immer, sich irgendwie selber einzubauen.


Fazit

Hmm, ich sollte mal die nächste Runde vorbereiten. Welches Regelwerk sollte ich nutzen? Welche Monster könnte ich auf die Helden hetzen? Uuuhh, eine neue Folge meines K-Dramas startet. Naja, mache ich die Vorbereitungen später . . .

Author Avola
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