MaGnology 2016 – Wir sagen Danke!

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Nach diversen Tagen (und Nächten) der Vorbereitung war es also vergangenen Freitag endlich so weit: Die MaGnology in Hamburg konnte beginnen! Drei Tage voller Games, Comics und Mangas – und natürlich Dungeons and Dragons. Denn abseits der vielleicht gängigen Themenbereiche und Stände anderer Künstler und Aussteller, hatten wir Orkis nur ein Ziel: Euch die wunderbare Welt von D&D näher zu bringen.

Vier Welten, vier Abenteuer

Selbstverständlich wollten wir mit euch keine einfachen Dungeons unsicher machen, sondern haben uns insgesamt 6 Kampagnen überlegt, von denen wir zeitlich leider nicht mehr als vier Stück geschafft haben. Dafür war jeder Ausflug in die verzwirbelten Universen unseres DMs ein richtig episches Abenteuer, das uns mehr als einmal den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat. Und obwohl wir in jeder Gruppe gut als Team zusammen gearbeitet haben, blieben unsere Kämpfe nicht ganz ohne Verluste…


Eine Einladung in die Villa Aphyon

Eine Einladung lehnt man nicht ab, schon gar nicht, wenn diese von einem attraktiven Grafen aus ferner Stadt ausgesprochen wird! Als guter, alter Vierertrupp durften wir uns im ersten Abenteuer am frühen Samstag auf eine vermeintlich lustige Party im Hause Aphyon freuen. Doch schon beim Eintreffen unserer Helden im entsprechenden Dörfchen wurde klar: Irgendetwas stimmt hier nicht! Weit und breit war einfach keine Menschenseele zu sehen und auch die Häuser schienen gezielt verlassen worden zu sein. Schon mit einem sehr unguten Gefühl im Magen betrat unsere Gruppe, bestehend aus einem Schurken, einem Kleriker, einem Barbar und einem sehr durstigen Warlock, die mysteriöse Villa – bevor die Tür urplötzlich hinter ihnen zuschlug und sich auch mit bestem Würfelglück nicht mehr öffnen ließ.

Und nun? Erst einmal durchatmen! Auf der Suche nach einem anderen Ausgang stieß der Heldentrupp nicht nur auf mysteriöse Steinstatuen, die sich bewegten, sondern auch auf jede Menge Rätsel, eingelegte Organe und diverse Blutspuren. Während unser Warlock sich einen Spaß daraus machte, so ziemlich alles anzulecken, was in der geheimnisvollen Villa unglücklicherweise seinen Weg kreuzte, diskutierten Kleriker und Schurke eifrig über die Hintergründe dieses verlassenen Hauses – und sahen sich nur kurz darauf im Keller des Pavillons mit einem riesigen Metallgolem konfrontiert.

Wo Hirn wenig nützt, müssen die Muskeln ran! Vor allem unser blutlustiger Barbar, aber auch der Rest der Gruppe machten kurzen Prozess mit dem riesigen Schrotthaufen und beförderten seine Einzelteile zurück auf die Müllhalde. Doch von Graf Aphyon gab es nach wie vor keine Spur. Erst die genauere Untersuchung des Raumes enthüllte hinter den wackelnden Vorhängen den eigentlichen Übeltäter: Ein mechanisch begabter Zwerg, der unsere Gruppe in eine verhängnisvolle Falle gelockt und hinter dem Stoff die Fäden gezogen hatte. Der Grund war einfach – der freche Knirps hatte schlichtweg seine neuen Erfindungen an uns ausprobieren wollen! Somit verabschiedete sich die zähneknirschende Gruppe wieder aus der Gruselvilla, allerdings nicht, ohne dem Bösewicht ein kleines Geschenk dazulassen: Eine gebrochene Nase.

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Elfen und Raumschiffe

Was kommt dabei heraus, wenn man die beiden großartigsten Dinge der Welt miteinander kreuzt? So viel sei gesagt: Jede Menge Action, ausgelöschte Spezies und ein tragischer Verlust. Denn in unserem zweiten Ausflug am Samstag stolperten wir mit unseren Helden auf einen fremden Planeten, den es zu erkunden galt. Klingt erst einmal einfach, wird allerdings mit einem gewalttätigen Kämpfer im Team so ziemlich unmöglich. Gut, dass Ranger, Kleriker und Barde ihrem Kumpanen den Rücken gestärkt und seine Fäuste bezeiten zurück gehalten haben.

Auf der Suche nach neuen Spezies, unbekannter Flora und fremder Fauna stieß unser Trupp relativ schnell auf offensichtlich gut gesinnte, kleine Wesen. Während Barde und Kleriker sich redlich darum bemühten, die feenhaften Wesen mit höflichem Winken und gebröseltem Keks anzulocken, gaben sich Ranger und Kämpfer weniger freundlich. Sie schlugen nicht nur diese winzigen Wesen in die Flucht, sondern stellten sich auch beim nächsten Aufeinandertreffen mit kleinen Pixies weniger gut an. Ein zerstörtes Mini-Haus später, gelang es den ungehobelten Mitgliedern des Teams immerhin, eine der fremden Kreaturen in einem kleinen Glas zu fangen und zu Forschungszwecken mitzunehmen. Der Abschied fiel allerdings wenig herzlich aus: In seiner Rage zerstörte der Kämpfer zu allem Überfluss noch die Hälfte des Pixie-Stammes mit einem einzigen Schlag.

Je weiter wir den fremden Planeten erforschten, desto wildere Kreaturen begegneten uns; die meisten davon im Grunde sehr friedlich gesinnt. Ohne unseren Ranger und den Kämpfer wäre das sicherlich ein entspannter Ausflug geworden… Nach der Flucht vor einem gigantischen Baum, der uns das Leben schwer machen wollte, bestieg der Trupp in allem Eifer einen entfernten Berg und entdeckte auf einem hoch oben gelegenen Plateau eine bedrohlich finstere Höhle. Aber Angst kannten unsere Helden nicht – und so begaben sie sich vorsichtig, aber neugierig in die Dunkelheit.

Ein Fehler, wie sich schnell herausstellte, denn im Inneren des Berges schlummerte nicht einfach irgendein Wesen, sondern ausgerechnet ein verdammter Yeti! Während sich das Vierergespann mit allen nur denkbaren Mitteln gegen die ungeheuerlichen Kräfte der schneeweißen Kreatur zur Wehr setzte und die Lage beinahe aussichtslos schien, hatte unser sonst so stumpfe Kämpfer einen Geistesblitz: Mit Hilfe seines Kommunikationsgerätes piepte er unseren wartenden Captain im Raumschiff an und bat dringend darum, die Gruppe heraus zu teleportieren. Einzige Bedingung dafür war, dass wir die Höhle zu diesem Zweck verlassen müssten. Kurz darauf der erste Schock: Der tapferste unter ihnen – der hilfsbereite Barde – fiel dem Zorn des Yetis zum Opfer und wurde vor den Augen seiner Freunde in der Luft zerfetzt. Grund genug, die Beine in die Hand zu nehmen und sich aus dem Staub zu machen. Auf diese Weise gelang zumindest drei Helden die Flucht von diesem unheimlichen Ort. In Gedenken an Varis, den mutigen Barden, wurde immerhin auf dem gemeinsamen Heimatplaneten eine gigantische Skulptur aus Eis erschaffen, die bis heute noch steht.


Unter dem Meer

Stille Wasser sind tief. Das erste Abenteuer am Sonntag schlug ordentlich hohe Wellen und entführte uns und unseren Gast in die idyllischen Tiefen von Atlantis. Allesamt zum Volk der Meermenschen gehörend, bildete unser Gespann aus Barbar, Ranger, Barde und Druide die Eliteeinheit A-38, die dem König auch ohne Passierschein direkt unterstellt war. Aufgrund unseres guten Rufes und der unverzichtbaren Fähigkeiten bat uns das Oberhaupt von Atlantis daher auch an unserem freien Tag um eine dringende Bitte: Das Nachbarvölkchen der Kuo-Toa – sehr einfache Fischwesen, die laut Gerüchteküche nicht mehr alle Gräten am Kopf haben – fürchtete sich vor einer unheimlichen, riesigen Kreatur, die angeblich aus der naheliegenden Schlucht ihres Dorfes emporstieg. Als ganzer Stolz von Atlantis und vielleicht auch, um die Gunst der 13 Königssöhne zu erwerben, machten wir uns also auf den Weg, um die mögliche Bedrohung zu untersuchen.

Nachdem wir zwei feindlich gesinnte Räuber auf dem Weg durch den Algenwald gekonnt ausgeschaltet hatten, erreichten wir ohne weitere Umschweife das Dorf der Kuo-Toa, die über unsere Ankunft mehr oder weniger erfreut schienen. Aus den hohlen Gesichtern und leeren Augen war jedenfalls nicht allzu viel abzulesen. Erst der Stammshäuptling schaffte etwas Klarheit und erzählte aufgeregt von dem monströsen Wesen, das alle Anwesenden in Angst und Schrecken zu versetzen schien. Unsere Neugier war geweckt, das Pflichtgefühl gerührt, und so machte sich die Eliteeinheit nach nächtlicher Rast auf den Weg zum Ort des Geschehens.

Doch kaum waren wir angekommen, schlug uns die bittersüße Ahnung entgegen, dass an den wirren Beschreibungen der Kuo-Toa vielleicht doch etwas dran sein könnte, denn der Wachposten und die Unterkünfte am Rande der Minenschlucht waren in offensichtlich in voller Panik verlassen worden. Kaum begannen wir unsere Untersuchungen, bewahrheitete sich die schlimmste Befürchtung: Aus der Dunkelheit des Abgrundes empor stieg eine gigantische Dragon Turtle, die uns einiges abverlangte. Mit jeder Menge Teamwork, gezielten Angriffen und ein bisschen Taktik sah sich jedoch auch dieses Biest bald im Nachteil – ehe es von zwei unheimlichen Tentakeln gepackt und zurück in die Finsternis gezogen wurde.

Ehe wir wussten, was geschah, gab die Schlucht einen weitaus schlimmeren Gegner preis: Der legendäre Kraken griff uns an, packte uns mit seinen ekelhaften Tentakeln und presste geduldig das Leben aus uns heraus. Doch Aufgeben war für den Trupp A-38 keine Option! Selbst im umschlungenen Zustand hagelte es Angriffe auf das furchteinflößende Wesen, sodass es dem Barden in Haiform und dem Druiden in der Gestalt eines Plesiosaurus immerhin gelang, zwei der Tentakelspitzen abzubeißen. In seiner Wut bereitete der Barbar dem Elend des Kraken schließlich ein Ende – und bohrte ihm einen Speer, umwickelt mit dem eigenen Tentakel, in den Rachen. So muss ein Sieg schmecken!

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Edelmut kommt vor dem Feuer

Am Sonntag Nachmittag ging es dann in die finale Runde, ganz in klassischer High Fantasy-Manier. Auf unserer Suche nach Ruhm und vor allem richtig viel Gold stieß unsere Gruppe auf ein kleines Dorf, das sicht- und spürbar unter dem Hunger eines riesigen Drachens litt. Zwar skeptisch – denn immerhin galten diese Kreaturen als reine Legende – begaben wir uns dennoch auf Spurensuche und folgten den Klauenabdrücken sowie Hinweisen zu einem entfernt gelegenen Gebirge.

Schon unterwegs begegneten uns dabei durchgedrehte Kobolde, die ihrem Gott lauthals die Treue schworen und sogar einen Angriff wagten, doch mit gemeinsamen Kräften konnten Kleriker, Kämpfer und Ranger die kleinen Unruhestifter über den Jordan schicken. Nun galt es wirklich, den vermeintlichen Drachen zu finden. Nachdem die Pferde pflichtbewusst angebunden worden sind, erklommen wir im Team das steinige Terrain und entdeckten auf einem weiten Vorsprung einen Eingang ins Innere des Berges. Dank der Fähigkeiten unseres Klerikers wussten wir zu diesem Zeitpunkt sicher: Der Drache war hier in der Nähe! Mit ausreichend Vorsicht und gekonnter Schleicherei gelang es uns sogar, dem auf Gold schlafenden Ungetüm zuvorzukommen. Während er unbedrohlich vor sich hin schlummerte, verband der Ranger dem Drachen gezielt das Maul, ehe der tapfere Kämpfer ihm mit Gift getränkte Pfeile in die Nase bohrte.

Damit begann zwar ein unschöner Kampf, doch immerhin befanden sich unsere Helden von Anfang an im Vorteil, den sie auch gekonnt ausspielten und das gigantische Biest schließlich besiegten. Mit einem formschönen Sprung über das glitzernde Gold hinweg bohrte der Ranger seinem Gegner das Schwert zwischen die Augen und beendete dessen übles Treiben ein für alle Mal!

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Wir sagen Danke

Wie ihr seht, hatten wir am Wochenende nicht nur jede Menge Spaß, sondern konnten mit euch als unsere Gäste vier völlig unterschiedliche Welten von Dungeons and Dragons entdecken. Wir bedanken uns bei allen Interessierten, Zuschauern, Fanboys und -girls sowie allen, die mutig genug waren, uns auf unseren Abenteuern zu begleiten. Ihr habt uns die MaGnology wahrlich versüßt!

Die nächste Convention kommt bestimmt – und mit ein bisschen Glück findet ihr uns zulünftig auf der einen oder anderen Veranstaltung wieder. Sollte es soweit sein, freuen wir uns auf euren Besuch!

Eine Wortschmiedin mit Würfelpech, deren Herz nicht nur für Dungeons & Dragons schlägt, sondern auch für RPGs aller Art und Spaghetti Bolo. Ihr mieses Mojo holt aus jedem Würfel das Schlechteste raus - damit andere Spieler glänzen können.

Author wtfimcool
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