10 Tipps für jeden Spielleiter (SL/DM/GM) – Avola

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Bevor wir mit meinen äußerst hilfreichen Tipps beginnen, möchte ich euch vorwarnen. Zum einen bestehen sie aus einer Mischung aus Erfahrung und Gelesenem, zum anderen sind sie in keiner Reihenfolge. Wer weiß, wann mir was einfällt. Aber ich hoffe, dass sie euch ein wenig weiter helfen.


1. Planung?!

Planung ist etwas Schönes. Man kann einen Dungeon malen, Monster vorbereiten, NPCs Leben einhauchen, aber nehmt die Sache niemals zu ernst. Die Chance ist groß, dass eure Heldengruppe plötzlich doch woanders hingeht und dann war der bis ins kleinste Detail geplante Plot für die Katz. Karten, Monster und NPCs könnt ihr sicher noch mal an einer anderen Stelle unterbringen, wenn die Helden den holden Prinzen aber nicht retten wollen, wird er wohl sterben müssen.

2. Nachbesprechungen

Ihr habt das Gefühl, irgendetwas läuft nicht ganz rund? Ihr seid euch nicht sicher, wie zufrieden eure Spieler sind? Sorgt für eine Nachbesprechung. Hier können sie sowohl euch mitteilen, was sie sich wünschen, aber auch untereinander austauschen, was sie gestört hat. Der Spielleiter ist kein Streitschlichter, der die Stimmung der Spieler lesen können muss. Hoffentlich sind die Spieler alt genug kleinere Probleme selber zu lösen, da hilft aber nur ein offenes Gespräch.

3. Informationen

Manchmal hat ein Charakter mehr Informationen als ein Spieler und nicht immer kommt der Spieler auf die Idee, euch die richtige Frage zu stellen. In diesen Fällen dürft ihr ruhig mal ungefragt Informationen geben. So erkennt der Held sofort, dass die Wand zu glatt ist, der Spieler fragt aber nicht danach, ob sie überhaupt bekletterbar ist – also sagt ihr „Dir ist bewusst, dass diese Wand zu steil ist!“. Somit erspart ihr euch unnötiges Würfeln und unnötige Diskussionen.

4. Ihr seid der Boss

Immer mal wieder werden Regelfragen auftauchen. Manchmal hat man genug Zeit nachzusehen, in anderen Fällen unterbricht dies aber den Spielfluss. Ihr wisst die Antwort nicht genau? Dann entscheidet einfach, wie ihr es auslegen wollt. Als Spielleiter seid ihr der Boss. Ihr könnt Regeln schaffen und verändern, also tut es einfach.

5. Encounters

Encounters jeglicher Art sollten zumindest bis zu einem gewissen Punkt vorbereitet sein. Natürlich kann es immer mal passieren, dass es gar nicht dazu kommt, aber ihr solltet zumindest eine generelle Idee haben, was alles passieren kann, egal ob sozial oder im Kampf.

6. Pausen

Findet die Zeit, vor allem bei sehr langen Runden, eine Pause zu machen. Spieler haben zwischen durch immer mal Phasen, in denen sie durchatmen können, ihr hingegen steht unter ständiger Konzentration. Ich habe am Anfang sogar vergessen zu essen und zu trinken. Legt also entweder feste Pausen ein oder habt jemanden, der euch daran erinnert eine Pause zu machen.

7. Tischregel

Sollten eure Spieler Dinge tun, die euch stören oder den Spielfluss unterbrechen, legt einfach Regeln fest. Ein Spieler passt nicht auf und schaut ständig auf sein Handy? Wie wäre es mit Inspirations-Würfel für den DM? Je nachdem, um welches Problem es sich handelt, könnt ihr unterschiedliche Regeln festlegen. Ob diese nun in eurem Kopf oder offiziell bestehen, ist euch überlassen!

8. Auflösung

Manchmal merkt ihr, dass eure Gruppenkonstellation so nicht passt. Sei es nun, dass einige Spieler eine andere Erwartung an euer Spiel hegen oder die Gruppe untereinander nicht homogen ist. Sollte dies vorkommen, habt ihr immer das Recht die Gruppe aufzulösen. Ihr seid diejenigen, die viel Arbeit in die Vorbereitungen stecken, wenn euch das Spiel keinen Spaß macht, dürft ihr gerne aufhören. Schaut aber bitte, ob nicht eure Wünsche an eure Spieler übertrieben waren. Wenn ihr nur eine Geschichte erzählen wollt und eure Helden mögen diese nicht, kann das Problem auch bei euch liegen.

9. Heldenregeln

Einige Rollenspiele sind regelintensiver als andere, hier dürft ihr gerne von euren Helden verlangen, dass diese die Regeln für ihren Charakter kennen. Ihr kümmert euch ja um den Rest, dann kann der Spieler auch seine Rolle perfekt beherrschen und ihr habt etwas weniger Regeln zu lernen.

10. Spaß

Habt Spaß! Ärgert euch nicht über Kleinigkeiten, sondern lasst euch lieber vom Spaß eurer Spieler anstecken. Euer Plotpunkt funktioniert nicht, aber die Helden machen etwas schräges? Dann genießt es. Rollenspiele sind immer noch Spiele und sollen euch und euren Mitspielern Spaß bereiten!


Weiter geht’s:  Die 10 besten Snacks zur Rollenspielrunde – Bananepic

Hmm, ich sollte mal die nächste Runde vorbereiten. Welches Regelwerk sollte ich nutzen? Welche Monster könnte ich auf die Helden hetzen? Uuuhh, eine neue Folge meines K-Dramas startet. Naja, mache ich die Vorbereitungen später . . .

Author Avola
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