Blogstöckchen 2.0 – 11 Fragen, 11 Antworten

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Da hat es uns schon wieder erwischt! Dieses Mal hat uns Mythenschmiede.de das Blogstöckchen gereicht – Danke für die klasse Fragen. Hoffentlich gefallen dir unsere Antworten auch so gut.


Was läuft eurer Meinung nach in Frauen-Pen-und-Paper-Runden anders als in reinen Männerrunden oder gemischten Runden?

Avola: Im Grunde genommen gibt es kaum Unterschiede. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass Mädchen schneller eine andere Rollen spielen wollen, das heißt nicht, dass sie es besser machen, aber seien wir mal ehrlich, vielen Theater AGs fehlen die männlichen Schauspieler.

Bananepic: Ähnlich wie Avola schon sagte, denke ich, dass Frauen sich eventuell schneller daran gewöhnen die Rolle ihres Charakters anzunehmen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

wtfimcool: Ich sehe das ähnlich wie die Mädels. Meine Erfahrung ist, dass viele Männer sich mit Kommunikationen und generell sozialen Situationen im Pen-and-Paper schwer tun und den Hauptfokus – ob bewusst oder unbewusst – meist aufs einfache Kämpfen legen. Das ist aber auch überhaupt nicht schlimm, solange es zum Tonus der ganzen Gruppe passt.

Wie seid ihr jeweils zum Hobby gekommen?

Avola: Das erste Mal habe ich als Teenie Interesse entwickelt, nur leider gab es keine Mitspieler. Während des Studiums habe ich dann RollPlay entdeckt und mein Interesse wurde von neuem entfacht. Nun musste ich nur noch eine Gruppe finden …

Bananepic: Dank Avola. Sie hat mir monatelang zugeredet, dass sie das schon immer ausprobieren wollte und mich gezwungen Critical Role zu gucken. Und dann ging alles ganz schnell.

wtfimcool: Lustigerweise hat meine Mutter mir im Teenager-Alter schon DSA geschenkt, allerdings hatte ich damals niemanden, der sich mit mir ins Abenteuer gestürzt hätte. Mit 14 hatten die meisten meiner Freunde andere Dinge im Kopf. Als Avola daher Interesse an einer Pen and Paper-Gruppe gezeigt hat, war ich relativ schnell begeistert..

Ist Pen & Paper besser oder langweiliger als Computer-Zocken? Warum?

Avola: Es ist definitiv weniger vorhersehbar.

Bananepic: Weder noch. Beides hat seine Vorteile und Nachteile. Einerseits hat man beim Pen & Paper seine Freunde um sich und erzählt gemeinsam eine Geschichte, hat man allerdings Spielverderber dabei, ist es mit dem Spaß schnell vorbei. Beim Computerspielen hat man etwas Zeit für sich alleine und viele verschiedene Spiel-Genre zur Auswahl.

wtfimcool: Das, was Bananepic sagt.

Was sind eure RPG-Favoriten – und warum?

Avola: Bis jetzt habe ich leider noch nicht genug ausprobieren können. Im Grunde sind mir die Regel aber weniger wichtig, es kommt auf die Mitspieler an. Okay, ein cooles Setting ist auch immer von Vorteil.

Bananepic: Ich hab ebenfalls zu wenige Systeme ausprobiert. Aber mit den richtigen Mitspielern kann man glaube ich aus jedem System das Beste rausholen.

wtfimcool: Same. Ich bin allerdings durch und durch Fan von Fantasy-Universen jeglicher Art; mit „realistischen“ RPGs könnte man mich daher wenig locken.

Habt ihr auf Cons schon Macho-Sprüche gehört?

Avola: Ich glaube nicht …

Bananepic: Wenn dann hab ich sie ignoriert und vergessen.

wtfimcool: Bisher hat das noch niemand gewagt – im Gegensatz zu Männern aus den Reihen der „Videospiel-Nerds“. Ich denke, dass Pen and Paper-Spieler vielleicht einfach etwas entspannter sind, was das betrifft.

Gibt es spezifisch weibliche Fantasy-Elemente, die ihr bei euren Runden stärker betont?

Avola: Ich hoffe doch nicht, dass ich meine Welt in irgendeiner Form feminisiert habe.

Bananepic: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was mit „spezifisch weibliche[n] Fanatasy-Elemente[n]“ gemeint ist.

wtfimcool: Shopping? Geht es um Shopping? Ehrlich gesagt, kaufen wir mit den Männern länger und komplizierter ein als in unserer Frauen-Runde…

Wie etabliert oder beliebt ist bei euch die Anime- und Japan-Kultur?

Avola: Auch hier habe ich erst im Alter mein Interesse zurück gewonnen, besonders stark ist es jedoch nicht. Außer Tentakeln, aber da sprechen wir nicht drüber …

Bananepic: Bei mir sehr.

wtfimcool: Seit meiner Jugend. Vor ein paar Jahren hatte ich mal einen Anflug von Erwachsensein wollen und habe in diesem Zuge meine (heißgeliebte) Manga-Sammlung verkauft. Das bereue ich bis heute, denn ich bin nach wie vor offenkundiger Fan.

Seid ihr System-Springer, oder spielt ihr einzelne Systeme und Settings intensiver aus?

Avola: Ich neige dazu eine Welt mit Hintergrundgeschichte zu bauen, da ist es schwierig, mehrere nebeneinander zu leiten.

Bananepic: Zur Zeit konzentrieren wir uns mehr auf unser Setting auf einem System. Wir probieren dennoch ab und zu gerne andere Systeme aus.

wtfimcool: Für unsere festen Termine haben wir auch feste Systeme. Alles, was darüber hinaus geht, kann und wird aber mit neuen Spielsystemen und fremden Welten gespickt – wir sind ja neugierig!

Seid ihr eine tendenziell offensive oder eher defensive bzw. vorsichtige Heldengruppe? Gibt es eine oder einige Szenen, an denen ihr das kurz beschreiben könnt?

Avola: Mädels …..

Bananepic: Das kommt tatsächlich auf die Gruppe an. Ich persönlich bin allerdings jemand, der gerne vorsichtig und taktisch an etwas herangeht.

wtfimcool: Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich denke, ich bin ein eher impulsiver Spieler.. Vielleicht sind meine Charaktere deswegen immer kurz vorm Abnippeln? Vor gar nicht allzu langer Zeit wäre mein Schurke beinahe von einem Teppich ermordet worden.

Seid ihr bei der Wahl eurer Spielerchars experimentierfreudig, oder neigt ihr jeweils zu ähnlichen Rollen? Falls letzteres, welche sind das?

Avola: Wenn ich spiele, probiere ich gerne mal alles aus. Wobei ich meine weiblichen Charaktere lieber willensstark spiele.

Bananepic: Meine zwei Charaktere haben zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Die eine ist eher ruhig, misstrauisch und skeptisch während die andere geselliger, gesprächiger und stets gut gelaunt ist.

wtfimcool: Ich spiele ebenfalls zwei unterschiedliche Charaktere, allerdings fällt mir ein redseliger, kommunikativer Schurke leichter, weil man einfach schneller ein „Teil der Gruppe“ wird, um es mal so auszudrücken.

Habt ihr bestehenden Settings beim Spiel schon ganz neue Seiten abgerungen?

Avola: Schwierig, dafür haben wir einfach zu wenig ausprobiert. Wobei unsere iAmZombie Runde schon etwas schräg war.

Bananepic: Ehrlich gesagt, nicht dass ich wüsste.

wtfimcool: Ich hab einmal als Barde einen fuchtsteufelswilden Yeti besungen.. aber nein, im Großen und Ganzen eher nicht.


Und hier unsere Fragen and folgende Nominierten:

Questinpeace

Nerd-Germany

Papierheldin

Unsere Fragen:

1. Unterstützt ihr irgendwelche PnP auf Kicksarter? Wenn ja, warum und welche?

2. Was sind eure go-to Systeme? Welches System holt ihr immer mal wieder raus, wenn ihr eben mal PnP zocken wollt?

3. Was haltet ihr davon, wenn jemand einen Charakter mit einem anderen Geschlecht als seinem eigentlich spielen will?

4. Macht ihr in längerem Abstand eine richtig lange Session, oder lieber regelmäßig 3-4 Stunden Sessions?

5. Mögt ihr kleinere, familiäre Cons lieber oder die großen „spektakulären“?

6. Was war das außergeöhnlichste PnP-System, das ihr je ausprobiert habt?

7. Seid ihr lieber Spielleiter oder Spieler?

8. Was ist euer Lieblingsgenre beim PnP?

9. Habt ihr schon Mal einen eurer Charaktere verloren? Wenn ja, wie ist es passiert und wie seid ihr damit umgegangen?

10. Gibt es eine Klasse (oder Rasse), von der ihr lieber die Finger lasst?

11. Was haltet ihr davon, wenn die Charaktere zweier Spieler eine Beziehung führen? Gehört das für euch zum Rollenspiel bei Pen and Paper dazu oder könnt ihr darauf ganz gut verzichten?

Eine Wortschmiedin mit Würfelpech, deren Herz nicht nur für Dungeons & Dragons schlägt, sondern auch für RPGs aller Art und Spaghetti Bolo. Ihr mieses Mojo holt aus jedem Würfel das Schlechteste raus - damit andere Spieler glänzen können.

Author wtfimcool
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