Final Fantasy XV – Roadtrip mit den Jungs

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copyright Square Enix

Endlich. Es ist soweit. Zehn Jahre hab ich gewartet und endlich darf ich Final Fantasy XV spielen, das mir schon vom allerersten Trailer an das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ. Nach einer Wartezeit von neun Jahren lieferte Square Enix uns den ersten Vorgeschmack in Form der Demo „Episode Duscae“ und ich wollte mehr. Jetzt hab ich mehr und ich bin nicht enttäuscht (bisher zumindest). Dies ist ein erster Eindruck von dem Spiel, da ich nach 20 Stunden Spielzeit immer noch nicht besonders weit bin. Das dauert also noch ein Weilchen. Zur Story kann ich somit noch nicht viel sagen.


Charaktere

Die Jungs sind klasse. Und ich meine damit nicht, dass ich jeden charakterlich super toll finde. Ich meine damit, dass sie gut geschrieben und glaubwürdig sind. Klar, jeder bedient ein Trope: der stämmige und coole Tank, der quirlige und gut gelaunte Quatschkopf, der verantwortungsbewusste und ernste Typ mit Brille und der mürrische Prinz mit Emo-Frisur. Dennoch hat jeder Charakter. Und bisher geht mir niemand auf die Nerven (nicht einmal Prompto!). Alle anderen habe ich bisher kaum kennengelernt. Luna hab ich im Spiel noch kaum gesehen, doch durch den Film „Kingsglaive: Final Fantasy XV“ weiß ich bereits jetzt, dass ich sie nicht leiden kann. Aber erstmal geht’s um die Guys und ihren Roadtrip und das gefällt mir!

Die Synchronisationen sind in Ordnung. Am angenehmsten finde ich Japanisch, aber an das Englische gewöhnt man sich auch schnell (sorry, deutsch hat mich leider nicht überzeugt). Das Problem an der nicht-japanischen Synchronisation ist, dass es zum Teil einfach nicht zu den Gesichts- und Mundbewegungen passt und das ist an einigen Stellen störend. ABER: Im Englischen kann man Matt Mercers Stimme genießen, denn er spielt einen wichtigen Nebencharakter. Pluspunkt!

Open World

Bleiben wir realistisch. Ein JRPG funktioniert nur schwierig mit einer wirklich offenen Welt. Doch Final Fantasy XV ist bisher so offen wie ein japanisches Rollenspiel nur sein kann. Die Welt ist riesig. So riesig, dass ich schon jetzt etwas überfordert bin. Es gibt so viel zu entdecken, dass ich gar nicht dazu komme mit der Story weiterzumachen. Man muss zwar nicht wie ’ne Blöde rumlaufen und jeden Fleck erkunden aber mir gefällt es (gehörte schon immer zu meinen Lieblingsbeschäftigungen bei JRPGs). All die Orte, an die man (noch) nicht kommt, sind abgesperrt von Zäunen, Felswänden, Gewässern und allem, was die Natur noch so zu bieten hat. Die einzigen unsichtbaren Wände, die mich bisher von etwas Spaß abgehalten haben, befinden sich an Gewässern. Auf Schwimmen scheinen die Jungs nicht zu stehen, weshalb man von Brücken oder Stegen weder ins Meer noch in Seen springen kann.

Ach und wunderschön ist die Welt übrigens auch. Mehr als beeindruckend.

Kampfsystem

Kämpfen hat mir in der Final-Fantasy-Reihe lange nicht mehr so viel Spaß gebracht. Es ist schnell, es ist actionreich und sieht einfach großartig aus. Ich mein, allein wie Noctis seine Waffen beschwört und hin und her warpt sieht klasse aus. Es ist definitiv sehr viel anspruchsvoller als man es von Final Fantasy gewohnt ist und ja, bei einer hohen Anzahl von Gegnern wird es sehr schnell unübersichtlich, aber man gewöhnt sich dran. Man muss neben dem Kämpfen auch an das Lenken der Kamera und das Anvisieren von Gegnern denken. Schade nur, dass jeder der Jungs sich auf einen anderen Gegner konzentriert, anstatt alle auf einen drauf zu hauen. Dafür haben die Kombo-Attacken es mächtig in sich.

Minuspunkte

Egal wie viel Spaß ich bisher habe und wie toll ich das Spiel finde, wir wollen ja nicht vergessen, dass wir hier auch Kritik üben wollen. Und einige Punkte verdienen leider etwas Kritik. Es ist schon öfter vorgekommen, dass Feinde direkt vor mir gespawnt sind, mich aber nicht gesehen haben. Bei Wölfen und Goblins ist das ganz praktisch, doch bei Bosskämpfen ist es etwas schade. Vor allem, wenn das Vieh einen zuerst überrascht, einem einen Adrenalinschock verpasst und dann zum Lachen bringt, weil es doof hin und her hüpft und nichts tut, weil man plötzlich nicht mehr nah genug dran ist. An sich finde ich diesen Bug nicht so schlimm, aber bei zehn Jahren Zeit und mehrmaliger Verschiebung der Veröffentlichung sollte das vor allem bei einem Bossgegner nicht vorkommen.

Nicht alle der Extra-Fähigkeiten der Jungs sind, wie soll ich sagen, nötig. Promptos Fotos sind zwar witzig, aber so ziemlich überflüssig. Im Gegensatz dazu findet Gladiolus nach Kämpfen hin und wieder Items nach Kämpfen. Etwas unausgeglichen, meiner Meinung nach.

Das Autofahren ist an sich ein cooles Feature, schade nur, dass man Gil ausgeben muss, um lange Strecken zu verkürzen. Das sollte meiner Meinung nach einfach eine zusätzliche Option sein (vor allem, wenn man nachts schnell Unterschlupf suchen möchte). Ja, 10 Gil sind nicht viel, aber es geht ums Prinzip! Bisher stören mich die langen Strecken jedoch nicht. Einfach die Aussicht genießen (wie gesagt, die Welt ist wunderschön und mehr als beeindruckend!).


Fazit

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Ist meistens als Drow Warlock unterwegs, versucht sich aber hin und wieder auch mal hinter dem Spielleiter-Schirm. Egal ob bei Dungeons & Dragons, Vampire the Masquerade oder Paranoia - so viele Möglichkeiten und so wenig Zeit. Und nein, es gibt nicht zu VIELE Würfel!

Author Bananepic
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