Assassin’s Creed – Eine weitere Spiel-Verfilmung

© 2oth Century Fox
© 2oth Century Fox

Und eine weitere Verfilmung eines Spielehits. Michael Fassbender hat sich hier nicht nur an die Hauptrolle, sondern auch an die Produktion des Films getraut. Entgegen meiner eher schlechten Erfahrungen mit Spiel-Verfilmungen habe ich mich dennoch ins Kino getraut, die Trailer sahen immerhin ziemlich beeindruckend aus. Insgesamt kann ich sagen, dass 3D sich mal wieder nicht lohnt, es für Filme sehr schwer ist an erfolgreiche Spielreihen heranzureichen, ich aber dennoch Spaß hatte.


Ein neuer Schwerpunkt

Während sich die Spiele stark auf die Vergangenheit konzentrieren, steht im Film die Gegenwart im Fokus. Man erfährt sehr viel mehr von Fassbenders Charakter als von seinem Vorfahren Aguilar, was für viele Fans der Spielreihe vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig ist. Für mich war es jedenfalls so. Besonders weil ich oft das Gefühl hatte, Fassbender selbst sei der Schwerpunkt des Films, nicht einmal sein Charakter, was man unter anderem auch daran sieht, dass ich mich nicht einmal annähernd an den Namen des Hauptcharakters erinnern kann. Vielleicht liegt es auch daran, dass Callum ein eher seltener Name ist (japp, hab Google gefragt). Ich meine, eigentlich mag ich Fassbender und auch die oberkörperfreien Szenen, die mehr als unnötig und sinnlos waren, sahen nett aus, doch irgendwie gefiel er mir in diesem Film nicht.

Zurück zur Stimmung des Films. Bei vielen scheint dieser neue Schwerpunkt nicht gut angekommen zu sein, wie man in dutzenden Reviews lesen kann. Doch auch, wenn es ungewöhnlich ist, finde ich es interessant mal eine andere Herangehensweise an die Idee von Animus und den Assassinen zu sehen. Dass Animus (und auch andere Sachen) nur wenig mit dem Original aus den Spielen übereinstimmt, hat mich im Endeffekt wenig gestört. Auf die Fortsetzung, die definitiv geplant ist, bin ich gespannt.

Handlung meh, dafür visuell top!

Leider ist auch bei dieser Spiel-Verfilmung viel Story auf der Strecke geblieben. Wenig überzeugende Dialoge, fade Charaktere und Klischees dürfen da nicht fehlen. Zwei verfeindete Organisationen, beide glauben das Richtige und Notwendige zu tun und haben unterschiedliche Ansichten von Moral und dem Guten. Schon etwas schade, dass der Film dem Zuschauer vorgibt, wen sie für gut und wen sie für böse halten sollen. Wäre doch unter dem neuen Schwerpunkt auch spannend, alles in Grautönen und nicht in Schwarz und Weiß zu streichen oder?

Die Story überzeugt zwar nicht, das Visuelle dafür umso mehr. Und damit meine ich nicht Fassbenders durchtrainierten Oberkörper. Die Kampf- und Action-Szenen sind beeindruckend und mitreißend, besonders die, die in der Vergangenheit stattfinden. Nicht nur die Szenerie des vergangenen Spaniens ist wirklich schön, auch die Kampfchoreographien machen ordentlich was her. Der Todessprung ist ebenfalls gekonnt eingebaut, nur leider fehlt mir dabei der sagenumwobene Heuhaufen, der jeden noch so schweren Sturz abfedert.


Fazit

Assassin’s Creed Ezio Collection

Ist meistens als Drow Warlock unterwegs, versucht sich aber hin und wieder auch mal hinter dem Spielleiter-Schirm. Egal ob bei Dungeons & Dragons, Vampire the Masquerade oder Paranoia - so viele Möglichkeiten und so wenig Zeit. Und nein, es gibt nicht zu VIELE Würfel!

Author Bananepic
Published

Comments

No Comments

Leave a Reply

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere