Logan – The Wolverine

 

© 20th Century Fox
© 20th Century Fox

Zugegeben, von den anderen Wolverine-Filmen habe ich entweder nur den Anfang oder nur das Ende gesehen. Bei Logan war es dann doch mal wieder Zeit ins Kino zu gehen und sich die volle Ladung zu geben. Und es hat sich gelohnt. Als nächstes ist dann der entsprechende Comic dran.


Old Man Logan indeed!

Der gute ist stark gealtert, was ihn keinesfalls schlechter aussehen lässt (an alle, denen es Silberfüchse ganz besonders angetan haben 😉 ). Das einzig tragische daran ist, dass seine Regenerationsfähigkeiten nachgelassen haben und er nicht mehr ganz so fit ist wie wir es gewohnt sind. Keine Sorge, ein paar Thugs mit Knarren können ihm immer noch nicht wirklich was anhaben. Ebenfalls stark gealtert ist Charles Xavier, der mittlerweile an einer neurodegenerativen Erkrankung leidet. Keine X-Men mehr, keine Mutanten. Sie scheinen zu den wenigen gehören, die noch über spezielle Fähigkeiten verfügen. Und dann taucht ein Mädchen auf. Übermenschliche Fähigkeiten, Krallen aus Adamantium, heilt sich in Sekundenschnelle. Die kleine Laura scheint, besonders für Professor X, der Silberstreifen am Horizont zu sein. Jetzt geht es also darum die junge Mutantin an einen sicheren Ort zu schaffen, denn natürlich haben die bösen Jungs ein oder zwei Augen auf sie und ihre Fähigkeiten geworfen.

Die Handlung an sich ist nichts Neues, vor allem nicht für die unter euch, die schon mal The Last of Us gespielt oder gesehen haben (ihr wisst schon, alter Silverfox muss junges (nicht mutierendes) Mädchen an einen sicheren Ort bringen und so). Aber sie ist gelungen dargestellt, baut sich nach und nach auf, hat einen roten Faden und alles hat seinen Platz im Film. Manchmal ist simpel halt doch besser. Ja, einige Szene waren sehr berechenbar, andere wiederum überhaupt nicht. Ein, zwei Sachen haben mich doch überrascht und dem Film so nochmal einen ordentlichen Kick verpasst.

Typisch Marvel oder doch mal was anderes?

In Logan gibt es vor allem zwei Sachen, die man so von Marvel-Filmen eher nicht gewohnt ist: Relativ viel Blut und Gore und eine sehr ernste Grundstimmung. Neben Deadpool ist Logan der zweite X-Men-Film, der eine hohe Altersfreigabe verpasst bekommen hat. Richtig so. Ohne dieses Ausmaß an Gewalt könnte man den Film mit seiner ernsten Atmosphäre womöglich nicht ernst nehmen. Ich fand’s sowieso schon immer seltsam, dass die Filme, die von einem Helden wie Wolverine handeln, so verharmlost wurden. In Logan haben die Produzenten jetzt jedoch alles richtig gemacht. Das Beste: Auch hier schafft Marvel es wieder die richtige Art und Menge an Witz reinzubringen, die die Stimmung an einigen Stellen etwas auflockert ohne den Film dabei ins Lächerliche zu ziehen.

Einziges Manko: An einigen Stellen gab es für meinen Geschmack zu viel Dialog und Monolog. Besonders gegen Ende machte die Verwendung von gesprochener Sprache die Szenen unnötig kitschig. Hier wäre Stille, unterlegt mit atmosphärischer Musik, wesentlich ausdrucksstärker und eindrucksvoller gewesen. Schweigen ist nun einmal Gold.


Fazit

 

Ist meistens als Drow Warlock unterwegs, versucht sich aber hin und wieder auch mal hinter dem Spielleiter-Schirm. Egal ob bei Dungeons & Dragons, Vampire the Masquerade oder Paranoia - so viele Möglichkeiten und so wenig Zeit. Und nein, es gibt nicht zu VIELE Würfel!

Author Bananepic
Published

Comments

No Comments

Leave a Reply

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere