Battle Royale – Bach in blutig

© Toei Company

Battle Royale … nun, wie fasst man das Erlebte am besten zusammen? Es ist die japanische, deutlich erwachsenere Version von “The Hunger Games”? Irgendwie beschreibt es den Film schon ganz gut und ich habe definitiv einige Elemente wieder erkannt (wobei Battle Royal hier das Original bildet). Dennoch ist es anders.


Warum bringen die sich um?

Die 9b fährt noch ein letztes Mal auf einen Klassenausflug. Allerdings endet die Busfahrt nicht in einem schnuckligen Hostel, sondern auf einer verlassenen Insel. Hier wird den Schülern erklärt, dass das sie nun gegeneinander Kämpfen müssen. Der letzte Überlebende darf dann nach Hause gehen. Grund hierfür ist nicht etwa ein Krieg, es liegt einfach nur an der schlechten Moral der Schüler, der hohen Arbeitslosigkeit und dem Unwillen der Jugend, etwas daran zu ändern. Sie schwänzen die Schule, sie attackieren ihre Lehrer, im Grunde sind sie zu nichts zu gebrauchen. Warum sollten man die Herde dann nicht gleich mal ausdünnen? Jeder Schüler erhält ein Care-Package inklusive einer Waffe sowie ein Sprenghalsband und schon kann es los gehen. 

Battle Royale – Mord, Blut, klassische Musik?

Anders als bei seinem amerikanischen Teenie Nachfahren spart Battle Royale nicht beim Blut. Schusswaffen, Armbrüste, Messer, Samuraischwerter, alles verletzt, alles sorgt bei hohem Blutdruck zu Blutfontänen. Doch der Film ist nicht nur ein Blutbad. Wir treffen auf Zickenkriege, Liebesbekenntnisse, alte Rivalitäten, tiefgründig wirkende Off-Texte und eine Menge klassischer Musik von deutschen Komponisten. Einige Momente wirken überspannt, man kann fast nicht anders als zu lachen und doch versucht der Film auch ein wenig ernst zu sein. Er stellt dem Zuschauer immer wieder Fragen … die ich aber nach dem nächsten dummen Satz aus einem Teenie Mund oder dem Einsatz des nächsten, etwas ungewöhnlich gewählten klassischen Stückes, vergessen habe.

Bildsprache, aber was will uns der Film sagen?

Der Film lebt von seinen ungewöhnlichen Bildern. Ein Kampf zu Bachs Air sorgt für ein unwohles Gefühl. Normalerweise werden Actionszenen mit knackiger Musik unterlegt, Battle Royale spielt mit uns, so wie einige Schüler mit ihren Mitstreitern spielen. Egal was man von den einzelnen Geschichten halten mag, am Ende weiß der Film, wie er uns ungewöhnliche Bilder unterjubeln kann. Leichenberge, Naturaufnahmen, Sonnenaufgänge, rotes Blut auf grünen Steinen. Vielleicht haut der Film einen nicht visuell aus den Socken, aber so ganz vergessen kann man die Bilder und Szenen dann doch nicht.


Fazit

 

 

Hmm, ich sollte mal die nächste Runde vorbereiten. Welches Regelwerk sollte ich nutzen? Welche Monster könnte ich auf die Helden hetzen? Uuuhh, eine neue Folge meines K-Dramas startet. Naja, mache ich die Vorbereitungen später . . .

Author Avola
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