Vorgestellt: Dread

Dread

Dread – dieses Spiel ist genau das, was der Titel besagt. Furcht vor dem Fremden, Furcht vor Monstern, Furcht vor dem Tod, Furcht vor dem oder der SpielleiterIn und vor allem Furcht vor dem Turm. Der Turm, dieser verdammte Turm aus dem man Steine ziehen muss, um zu sehen, ob man überlebt. Versagt man, fällt der Turm und der eigene Charakter stürzt in den Tod. Das ist Dread.

So funktioniert Dread

Dread ist verhältnismäßig simpel: Es handelt sich dabei um ein erzählerisches Rollenspiel, für das der oder die SpielleiterIn sich eine Horror-Geschichte überlegt. Welches Horror-Subgenre man wählt, ist dabei ganz egal. Psycho-Thriller, Slasher, Gore oder vielleicht doch lieber etwas Übernatürliches? Die Spieler überlegen sich währenddessen ihre Charaktere, in der Regel menschliche Charaktere. Es gibt kein Character-Sheet in dem Sinne, sondern einen Fragebogen, den die Spieler zu ihrem Charakter ausfüllen. Darin werden Fragen beantwortet zur Persönlichkeit, zu den größten Ängsten, Zielen im Leben und so weiter, je nachdem, was der oder die SpielleiterIn über die Charakteren wissen muss. Im Regelwerk selbst, bietet Dread ein paar Standardfragen an, die SL kann jedoch selbst entscheiden, welche Information noch nötig sind. Sind Geschichte und Charaktere fertig, kann es auch schon mit dem Spiel losgehen.

Dread – der furchterregende Turm

In Dread gibt es keine Würfel. Muss ein Charakter eine Probe machen, zieht er einen Stein aus einem (üblicherweise) Jenga-Turm. Dabei muss man die klassischen Jenga-Regeln beachten, wie dass man nur eine Hand benutzen darf, dass man nicht die obersten Steine wählen darf etc. Dafür muss ein Charakter aber nicht bei jeder Kleinigkeit eine Probe machen, wie es oft in anderen Spielen der Fall ist. Ist ein Charakter beispielsweise besonders sportlich, kann er ohne Probleme lossprinten und weglaufen. Eine Couch-Potato hingegen müsste einen Stein aus dem Turm ziehen, um zu sehen, ob er oder sie es schafft, dem Monster zu entkommen. Fällt der Turm, stirbt der Charakter (in den meisten Fällen). Ist der Turm wackelig und die Hände hören nicht auf zu zittern, kann der oder die SpielerIn entscheiden, die Probe nicht zu bestehen und aufzugeben. Das führt dazu, dass dem Charakter sein Vorhaben nicht gelingt, er dabei aber nicht direkt stirbt. Der Turm bringt besonders viel Spannung ins Spiel und unterstreicht das Horror-Genre, indem die Spieler selbst etwas schaffen müssen und sich nicht nur auf ihr Würfelglück verlassen.

One Shot: Dread und Halloweenpartys

In unserem Halloween-One-Shot haben wir Dread selbst zum ersten Mal ausprobiert. Die Spielerinnen schlüpften in die Rolle von Studentinnen, die zu einer Halloween-Party eingeladen wurden, während unsere SL sich etliche Mindgames und Horrorelemente überlegte. Ob der Turm am Ende noch steht und wie viele überlebt haben, seht in ihr unserem Let’s Play.

 

Ist meistens als Drow Warlock unterwegs, versucht sich aber hin und wieder auch mal hinter dem Spielleiter-Schirm. Egal ob bei Dungeons & Dragons, Vampire the Masquerade oder Paranoia - so viele Möglichkeiten und so wenig Zeit. Und nein, es gibt nicht zu VIELE Würfel!

Author Bananepic
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