Detroit Become Human – Rational oder emotional?

©Quantic Dream

Nach Jodies Reise in Beyond Two Souls aus der Feder von David Cage dürfen wir uns nun auf ein futuristisches Setting freuen, das der unserer heutigen Gesellschaft gar nicht mal so unähnlich ist, wie es zu Beginn den Anschein hat. Wie bereits aus anderen Spielen von Quantic Dream bekannt, sieht sich der Spieler mit persönlichen Entscheidungen konfrontiert, die vereinzelt kleine bis gravierende Folgen auf das weitere Spielegeschehen nach sich ziehen können. Dabei schlüpft der Spieler vor dem Bildschirm in insgesamt drei verschiedene Rollen, von der keine menschlicher Natur ist. Mit anderen Worten: Der Spieler entscheidet als KI entweder für sein Wohl und meist gegen die Menschen innerhalb des Games, oder gegen sein Wohl und damit seine eigene Natur als Spieler.


Rational oder emotional?

Das Privileg „Mensch zu sein“ oder über deine menschlichen Grenzen hinaus zu entscheiden: Welche Wahl triffst du?

Dieses Spiel hat es mir (leider, wie ich sagen muss) häufig zu leicht gemacht, mich gegen die Menschen und damit die Sterblichkeit und die Fehlbarkeit zu entscheiden. In Detroit Become Human werden Entscheidungen eingefordert, die für den Spielverlauf oftmals schwerwiegende Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar den Tod eines Charakters zur Folge haben. Zahlreiche Entscheidungsoptionen sorgen aber dafür, dass man immer wieder in die Rolle von Connor, Kara und Markus schlüpfen möchte. Während der klangvolle Soundtrack und die meisterhafte Motion Capture von Quantic Dream überzeugen können, so fallen mir persönlich einige Schnitzer in der Handlung auf, die dem Spiel den verdienten Glanz nehmen.

Für die KIs, die wir spielen, nehmen Gefühle eine sehr große Rolle ein. Das führt dazu, dass die eigentlich Menschen im Spiel oftmals einen abgestumpften Eindruck machen und die Frage aufwerfen, wodurch gena sich Menschlichkeit eigentlich definiert – wenn nicht durch Emotionen. Nichtsdestotrotz verleitet das Game dazu über seine eigenen, oftmals sehr intuitive Entscheidungen nachzudenken, indem es einem die manchmal bitteren Konsequenzen vor Augen führt. Diese zum Teil überraschenden Wandlungen rechne ich Detroit Become Human hoch an. In diesem Spiel geht es um viel mehr als nur den Unterschied zwischen einer künstlichen Intelligenz und dem menschlichen Dasein. Doch ich möchte nicht zu viel verraten…


Fazit

Verschlafene Träumerin mit großem Herz für Games und Soundtracks aller Art. In ferner Zukunft erreiche ich Level 28. Ich schreibe und lese gerne alles, was mit Games und Mythologie zutun hat, hauptsache, ich darf hin und wieder kreativ sein :)

Author Etaine
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