Venom oder: Manche Freunde kann man sich nicht aussuchen

Venom_Titelbild_©Sony Pictures Entertainment | Marvel Entertainment
©Sony Pictures Entertainment | Marvel Entertainment

Mit „Venom“ kündigt das Marvel-Universum einen neuen Blockbuster an, der zumindest für das schönste Kinolächeln des Jahres nominiert werden dürfte. Zwischen jeder Menge Zähnen verbirgt sich eine außerirdische Lebensform, die in einem eher unglücklichen Journalisten einen passenden Wirt findet. Aber kann das ungleiche Duo uns aus den Kinosesseln reißen?


Mein allerbester Freund

Während der Film zu Beginn ein wenig träge vor sich hinplätschert und über die Geschichte von Eddie Brock und seinen Lebensverhältnissen schildert, verheißt es nach einiger Zeit dann endlich lustig zu werden. Man nehme ein wenig Realität, gebe ein bisschen Utopie fremder Welten, Skrupellosigkeit mit Technologie hinzu und zack, ist sie geboren. Die eigentlich nicht so ganz freiwillige Freundschaft zwischen Eddie und Venom, der einem mit seinem großen Hunger mitunter fast leidtun kann. Wir kennen das schließlich alle, wenn man verzweifelt vor einem leeren Kühlschrank steht und sich denkt, was eigentlich falsch läuft. Gelegentliche Dialoge zwischen Alien und Eddie versüßen den Gang ins Kino, genauso wie die einzigartige Dynamik zwischen diesen beiden Charakteren. Sie scheinen sich mühsam gesucht und endlich gefunden haben.

Dieser Film kann mit pompösen Aktionszenen durchaus punkten, auch wenn vieles ein wenig zu schnell über den Bildschirm rast. Dies sind wir aber mittlerweile schon von vielen Marvelfilmen gewohnt. Anders dagegen bin ich (leider) wie ich sagen muss, und ja, ich oute mich als verwöhnt, den Special Effects und Animation dieses Filmes enttäuscht, welche so manches Mal ein wenig wie gewollt, aber nicht gekonnt auf mich wirken.

Tom Hardy und Babyface? Nicht im Geringsten

Während bei man Tom Hardy in Batman The Dark Knight Rises als Antagonist Bane noch in eine Maske gesteckt hat, um seine sanften Gesichtszüge zu kaschieren, so weiß er mich gerade durch seinen Charme in der Rolle als Eddie vollends zu überzeugen. Es wirkt, als würde Hardy Eddie Brock nicht spielen, sondern schlicht sich selbst als Person widerspiegeln. Den Spagat zwischen glücklichem Verlobten und von einem Parasit befallenem fällt ihm so leicht, wie Fahrrad fahren. Der Humor wirkt zum Glück nicht gezwungen, viel eher spontan und auf eine moderne Art und Weise erfrischend. Auf enorme Tiefe im Bezug auf die Handlung darf man zwar in dieser kurzen Zeit der Filmlänge nicht hoffen, dennoch unterhält der Film hervorragend. Mehr als das bewegt er in mir leider aber nicht…


Fazit

 

Verschlafene Träumerin mit großem Herz für Games und Soundtracks aller Art. In ferner Zukunft erreiche ich Level 28. Ich schreibe und lese gerne alles, was mit Games und Mythologie zutun hat, hauptsache, ich darf hin und wieder kreativ sein :)

Author Etaine
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